Weg der Weisheit und Liebe

Verliere niemals den Mut. Verliere niemals deinen Glauben an Gott oder an das Leben. Sei immer optimistisch, in welcher Situation du dich auch befinden magst. Optimismus ist sehr wichtig. Pessimismus ist eine Form von Dunkelheit, eine Form von Unwissenheit, die Gottes Licht aus unserem Leben aussperrt. Pessimismus ist wie ein Fluch, ein trügerischer Fluch, der einem trügerischen Geist entspringt. Das Leben ist vom Licht Gottes erfüllt, doch nur wenn du optimistisch bist, wirst du dieses Licht erfahren. Sieh dir den Optimismus in der Natur an. Nichts kann ihn aufhalten. Jeder Aspekt der Natur trägt unermüdlich seinen Teil zum Leben bei. Pessimismus stürzt dich in noch tiefere Verzweiflung und Dunkelheit. All deine Stärke, all deine Klarheit des Geistes verliert sich und in der Dunkelheit des Pessimismus fühlst du dich verlassen und isoliert. Optimismus ist das Licht Gottes. Es ist eine Form der Gnade, die dich empfänglicher macht und dich dein Leben mit grösserer Klarheit betrachten lässt.

Gott wohnt nicht dort, wo Ego und Selbstsucht regieren. Wenn sie da sind, wird Gott tausend Meter Abstand von uns halten.

Ein spiritueller Mensch weiss, dass er bei keinem Mann und keiner Frau Zuflucht findet. Kein Mensch kann einem anderen Menschen eine Zuflucht bieten. Denn alle Menschen sind unvollkommen und kein unvollkommener Mensch kann einen anderen unvollkommenen Mensch beschützen.

Selbst wenn Gott eine Welt geschaffen hätte, in der nur Gutes existiert, hätten die Menschen sie durch ihren Hang zur Unmässigkeit in eine Hölle verwandelt. Nicht nur das; um die Grossartigkeit und die Schönheit des Guten zu erkennen, bedarf es auch des Schlechten. Ohne Vergleichsmöglichkeit kann man nichts einschätzen. Um Schönheit verstehen und schätzen zu können, müssen wir auch Hässlichkeit erkennen können.

Gott ist voller Mitgefühl. Er wartet an der Tür deines Herzens. Er ist da, ob du Ihn rufst oder nicht. Ob du gläubig bist oder nicht – auch uneingeladen ist Er in dir. Gott ist die verborgene Kraft hinter allem. Er verleiht allem Schönheit und macht die Dinge zu dem, was sie sind. Er ist die verborgene Lebensformel. Doch zeigt Er sich dir nicht. Du wirst Ihn nicht fühlen, solange du Ihn nicht rufst. Gebete sind die Einladung. Rufe Ihn an durch Gebet und Meditation. Wenn jemand starkes Vertrauen in Gott hat, dann wird er in allem Erfolg haben.

Konzentration ist die wichtigste Sache, die wir erwerben müssen. Ohne Konzentration wird keine Arbeit vollkommen.

Anfangs fällt es schwer, sich zu konzentrieren. Ständiges Üben ist der einzige Weg, Konzentration zu erlangen. Um das Ziel zu erreichen, bedarf es starker Entschlossenheit. Wir müssen einen Weg finden, Konzentration zu erlangen. Meditation und andere spirituelle Übungen dienen allein diesem Zweck. Wissenschaftler machen Entdeckungen durch konzentriertes Forschen. Selbst hier ist Konzentration vonnöten.

Die Angst vor dem Tod vergeht, wenn wir zur Überzeugung gelangen: Ich bin unsterblich!

Zum Zeitpunkt des Todes verabschiedet sich jegliche Vernunft. In diesem Moment erweist sich die Unzulänglichkeit derer, deren Mut vorgetäuscht ist.

Verliebtheit ist Verstoss gegen Liebe.

Schweigen sammelt, reden zerstreut. Aber nicht immer ist ein Mensch, der schweigt, weise. Sein Schweigen kann auch Trägheit des Herzens und Stillstand der Gedanken bedeuten. Es kann auch Ratlosigkeit sein.

Oft ist Schweigen nicht das echte Gold, sondern das Eisen der Verstocktheit oder Ablehnung oder das drückende Blei der Gleichgültigkeit.

Viele Menschen sind stolz auf ihre Gleichgültigkeit, ihnen ist alles egal. Vielleicht ist diese Gleichgültigkeit im Grunde Angst, eine Abwehr gegen die Anforderungen des Lebens. Denn ein erfülltes Leben verlangt uneingeschränkten Einsatz und solcher Einsatz bedeutet ebenso Mühsal wie Erfüllung.

Wer seine Gedanken und Hoffnungen auf etwas richten kann, das jenseits des Ichs liegt, wird einen gewissen Frieden inmitten der unvermeidlichen Lebenssorgen erringen. Das ist den reinen Egoisten unmöglich.

Der Egoist bleibt nicht deshalb ungeliebt, weil er selbst keine Liebe in sich trägt, sondern weil er danach strebt, wirtschaftlich oder geistig seelisch die anderen auszusaugen.

Gott will unser Leid, unseren Qual. Er strebt danach, weil das Leid die grösste Eigenschaft des Menschen ist, um ein neuer Entschluss zu erlangen. Was übrig bleibt, ist nur sündevolles Leben und Verweslichkeit. Selbstsucht vergilt nichts.

Auf dem waagerechten Holz hat der Erlöser das Blei der Gleichgültigkeit und das Eisen des Eigensinnes verglichen und abgewischt. Auf dem senkrechten Holz hat der Erlöser den Himmel mit der Erde verbunden.

Echte Kultur bekennt sich zu Jesus Christus. In der Lage der echten Kultur entsagt man dem Übel der Welt. Das Denkvermögen das keine Schönheit entsteht, kann man nicht Kultur nennen.